Die fünf entscheidenden Fragen des Managements

Book review: Die fünf entscheidenden Fragen des Managements, von Peter F. Drucker.

Ich hatte das Buch von Peter F. Drucker schon fast ein Jahr in der Schublade liegen. Irgendwie war ich sehr skeptisch bei diesem Buch, denn ich hatte mich ja schon in das MBO (Management by Objectives / Führen durch Zielvereinbarung) Thema eingelesen und befunden, dass ein Thema das wesentlich älter ist als ist nix mehr für mich ist.

Weit gefehlt. Da könnten sich Manager von heute noch eine Scheibe runter schneiden.

Die einfachsten Fragen sind oft am schwersten zu beantworten.

  • Was ist unsere Mission?
  • Wer ist unser Kunde?
  • Worauf legt der Kunde Wert?
  • Was sind unsere Ergebnisse?
  • Was ist unser Plan?

Zwar geht es in dem Buch nur um “Non Profit”-Management, also um das Managen von “Non Profit” Organisationen, doch gerade diese Organisationen müssen umso straffer geführt werden, da unter anderem die Mittel für Fehltritte fehlen.

Die oben gestellten Fragen zielen auf die Selbsteinschätzung eines Unternehmens ab. Und das ist glaube ich auch der Punkt. Es geht um die tourliche retrospektive.

Allerdings geht dabei nichts ohne Vertrauen. Nur Vertrauen ermöglicht es, dass abweichende Meinungen öfter Vorgebracht werden. Ein nettes Zitat von Aristoteles:

In den wesentlichen Dingen Einheit, im Handeln Freiheit, und bei allen Dingen Vertrauen.

Mission steht in diesem Zusammenhang für das Was. Also was machen wir, nicht wie machen wir es. Was wollen wir erreichen, nicht wie wollen wir es erreichen. Am Ende sollte dann ein Plan entstehen, das wäre ein messbares Ergebnis, ein fokussierter Aktionsplan.

Sie soll:

  • soll jedem Mitarbeiter bekannt sein. (grundlegende Führungsverantwortung)
  • soll auf ein T-Shirt passen.

Wichtig ist: Gutes sollte man nur dann tun, wenn es zur Mission passt.

Wenn man von den Mitarbeitern Selbständigkeit einfordert bedeutet dies Freiheit und Verantwortung zu übergeben.

Jedes noch so gute Unternehmen kann ohne Kunden nicht überleben. Die Frage nach dem Kunden ist gleichzeitig die Frage nach dem Wer muss zufriedengestellt werden. Oft gibt es nicht nur Hauptkunden sondern auch Nebenkunden. Dabei gilt es die Prioritäten klar zu legen. Dabei kann man sich den Kunden auch selbst erschaffen. Noch besser als Kunden sind allerdings Fans.

Wert oder auf Englisch eben value ist das was wir unserem Kunden liefern müssen, damit er wirklich zufrieden ist. Dabei sind nicht nur die Hypothesen wichtig, man kann auch mal den Kunden zu fragen was ihm wirklich wichtig ist.

Retrospektiven, was haben wir für Ergebnisse erzielt. Die Mission mit dem tatsächlich erreichten vergleichen. Das ist oft sehr schwer, auch wird dieser Punkt gern vergessen. Wenn es gut läuft, denkt man nicht daran, wenn es nicht so gut läuft hat man vermeintlich keine Zeit. Aber nur die Rückschau erlaubt es den Plan zu verfeinern.

Der Plan verrät uns, ob wir noch auf schiene sind. Müssen wir die Mission ändern, oder passt unser Leitbild noch. Eine alternative zu einem Plan ist eine Vision. Allerdings sollte man beachten, wenn man mehr als fünf Ziele hat, dann hat man gar keine Ziele.


Ich hoffe ich habe noch nicht zu viel verraten. Das Buch beantwortet die Fragen in einem Detailgrad, der am Ende noch Spielraum für einen selbst lässt. Mich hat es angeregt zu träumen. Träumen von einer Organisation wie ich sie gerne führen würde. Peter F. Drucker ist für mich aufgestiegen zu einem der führenden Management Vordenker. Interessant wäre eine Synopse der Texte von Drucker und anderen Management Autoren wie z.B. Tom Demarco. Vielleicht könnte diese Idee jemand umsetzen.